Gewalt in der Familie – Gewalt von Behörden? (Väterproblematik bei Scheidung und Trennung)
Im schweizerischen Vormundschaftswesen, aber auch in der Familienpolitik generell sind väterfeindliche Ansichten weit verbreitet. Der Vater gilt als Versorger des „Systems Familie“. Nach einer Trennung von der Partnerin (Scheidung mehr als 50%, Trennungen eher noch mehr) muss er diese Rolle auch in den meisten Fällen bis zum Erwachsenenalter der Kinder, aber auch zur Befriedigung der materiellen Bedürfnisse der Mütter, weiter ausüben. In seinem Wunsch auf eine gelebte Vaterschaft wird er hingegen oft enttäuscht und erkennt ernüchtert, wie er von einer echten Beziehung zu seinen Kindern durch Eingriffe der Mütter und Behörden abgeschnitten wird.
Mediation, Konfliktbewältigung und Gewaltprävention (auch bei behördlicher Gewalt), bleiben aussen vor. Verwaltungsökonomischer Unsinn ist weit verbreitet und produziert weitere Opfer.
Zwar gibt es mittlerweile einige Väterorganisationen, die versuchen sich auf politischem Parkett mit grosszügiger Kompromissbereitschaft Gehör zu verschaffen, informative Webseiten betreiben, oder etwa kostenpflichtige Individualberatungen anbieten – wobei letzteres in den meisten Fällen auf die Ratsuchenden eher hilflos wirkt. Echte Anlaufstellen für betroffene Väter, die nicht selten Opfer von Mütterwillkür und darauf folgend, von struktureller behördlicher Gewalt werden, gibt es nicht. Ombudsstellen, die vermittelnd Lösungen herbeiführen könnten, fehlen gänzlich. Die Situation ist einzigartig! Es gibt unzählige Ombuds- und Anlaufstellen für alles mögliche in der Schweiz, nur nicht für entsorgte – und nur auf dem Papier rechtlich geschützte – Väter.
Aufklärende neuzeitliche Erkenntnisse aus Psychologie und Soziologie, sowie einschlägige Fachpublikationen haben die, oft mit Laien und unqualifizierten Beamten bestückten Behörden, noch nicht erreicht. Es wird allgemein ein Status Quo zementiert, oder aber die Vergangenheit zelebriert („wir machen das immer so“). Bei Bedarf wird versucht mit Exekutivgewalt einzelne Exponenten im Kampf für mehr Gerechtigkeit mundtot zu machen, einzuschüchtern und unter Druck zu setzen.
Anstelle von Amtsschimmel, Rechthaberei und behördlicher Willkür zur Symptombekämpfung, bräuchte es solide Massnahmen, um die oftmals egoistischen, oder rachsüchtigen Mütter in ihre Schranken zu weisen. Mit Schlammschlachten, Denunziationen und Lügen schaffen diese es immer wieder Behörden und Richter zu beeindrucken und auf diese Weise die Väter ihrer Kinder auf Distanz zu halten, oder gar gänzlich zu „entsorgen“.
Die verantwortlichen Akteure sind kaum bereit die menschliche Aspekte der betroffenen Väter und Kinder und die Auswirkungen auf ihre Biographie und Entwicklung, zu berücksichtigen. Die gesellschaftliche Machtsituation der Frauen in Familienfragen ist wenig geschlechtsneutral angelegt. Sie ist geprägt von einem starken Gefälle zu Ungunsten des Mannes. Dies führt zu unnötigem, aber vor allem zu zusätzlichem Konfliktpotential – nebst dem jeweiligen Verlust an Beziehung zu den leiblichen Kindern und der oftmals folgenden, materiellen Perspektivlosigkeit dieser Väter. Manche eine (Behörde und Mutter) wundert sich, dass es unter ihren Opfern Betroffene gibt die Ungerechtigkeiten weniger verkraften und akzeptieren können und deshalb „um sich schlagen“; anfänglich verbal und bittend, dann mit Rechtsmitteln, dann mit Protest und Demonstrationen und zivilem Widerstand, und letztendlich, wenn die Hoffnung stirbt (das tut sie zuletzt) mit andern Mitteln.
Gewalt kann nie Lösung sein, sondern ist Manifestation ratloser Individuen und Gesellschaften. Ratlos sind wir Väter (noch) nicht. Von den Behörden könnte gleiches nicht behauptet werden. Diese sollten sich bemüssigen Gesprächsangebote bereitzustellen, eigennützige Kindsmütter in die Pflicht zu nehmen und sich nicht zu Komplizen von destruktiven und egoistisch motivierten Interessen zu machen.
Die Missstände und die Details der Vorgänge im Vormundschaftswesen sind einer breiten Öffentlichkeit wenig bewusst und eine gesellschaftliche Diskussion hat noch nicht stattgefunden. Abhilfe gegen eine einseitige Bevorzugung der Mütter und Unterstützung für eine geschlechtsneutrale Familienpolitik können, nebst politischen Vorstössen, nur erreicht werden, wenn möglichst vieles über Medien publik gemacht wird – und parallel dazu – der individuelle Widerstand gegen diese Ungerechtigkeiten nicht zusammenbricht.
IG Väter-Schweiz
Väter in der Schweiz wehren sich gegen Behördenwillkür und Müttergewalt
www.vaeter-schweiz.ch
vaeter.schweiz@gmx.ch
http://www.vaeter-schweiz.ch/pers/story/eigenstory.html